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Zirkus... ein sehr gutes und zum Nachdenken anregendes Schreiben eines scharfen Zirkuskritikers!
Teil II
Hier veröffentliche ich ein Schreiben von Helmut Rentsch, er beschäftigt sich schon länger mit dem Thema “Zirkustiere”:
Was also bitteschön soll mit den ganzen Wildtieren passieren, die dann aus Zirkussen "befreit" werden?
Auf die Strasse stellen und von Passanten füttern lassen?! Zoos nehmen sie bekanntlich nicht auf, weil sie selbst Wildtiere in Massen produzieren und nicht wissen, wohin damit.
Oder sollte man vielleicht denjenigen Tierschützern bzw. Tierrechtlern eine Waffe in die Hand drücken, die zwar kräftig gegen Wildtierhaltung demonstrieren aber keine Unterbringung für die Tiere zu bieten haben?
Vielleicht sollten sie die ganzen Tiere "kalt machen", eh es andere tun!?
Oder wie wäre es mit "altgedienten" Tierschutzfunktionären, die sich mittlerweile so wohl mit ihrem gutbezahlten Tierschutz fühlen, daß sie ihren Allerwertesten für die Tiere schon gar nicht mehr aus ihrem Chefsessel hinausbekommen und es stattdessen vorziehen, Promiveranstaltungen und Fernsehshows zu besuchen, wo man ganz nebenbei auch noch nett in die Kamera grinsen und eventuell Erbschaften von reichen Muttchen "ergaunern" kann?!So, liebe Leute von den großen Tierschutzorgs, jetzt lasst mal ein paar Euros für die Tiere rüberwachsen!
Und wenn Ihr alle zusammenwerft, auch wenn das natürlich ganz besonders wehtut, mal etwas von dem erwirtschafteten Geld für die Tiere wieder herauszurücken, zumal Zusammenarbeit in weiten Bereichen ja eh ein Fremdwort ist... Schließlich will jeder für sich allein im Rampenlicht stehen, ohne die lästige "Konkurrenz"! Kein Wunder also, daß europäischer Tierschutz, gerade in Spezialsparten wie Zoo und Zirkus, so gut wie überhaupt nicht funktioniert, sondern lediglich "theoretisiert" und letztendlich die Tiere auf der Strecke bleiben!
Tierschutz ist eine knallharte Angelegenheit und besteht nicht nur aus klugen Sprüchen in den Medien, Werbung , Verwaltung, dicken Dienstwagen und immer mehr Geld auf den Konten!
Tierschutz heisst, alles zu geben was man hat, (Nicht Tierschutzgelder in Immobilien anlegen!) mit der traurigen Gewissheit, selbst dann nicht allen Tieren helfen zu können, weil das Elend viel zu groß ist!
Schluss mit sinnlosen Debatten, sondern ran an die Arbeit! Politiker anschreiben bringt meist wenig, allein aus dem Grund, weil sie schlicht und ergreifend inkompetent sind.
Um gleich folgender Antwort vorzubeugen, die da meist lautet, die Politik wäre für derartige Stationen verantwortlich bzw. müsste sie errichten:
Von inkompetenten Politikern zu fordern, daß sie Auffangstationen errichten sollen ist in etwa so realistisch, als würde man versuchen, mit einer Piper zum Mars zu fliegen!
Inkompetente Politiker können so etwas nicht entscheiden, weil sie nicht wissen, worüber sie entscheiden sollen! Im Normalfall hat man es mit "Ahnungslosen" zu tun, die mehr oder weniger zufällig auf dieses Pöstchen gesetzt wurden. Deshalb gibt es ja die sogenannten, teuer bezahlten Berater, weil Politiker oftmals keinen blassen Schimmer von einem bestimmten Bereich haben!
Das trifft insbesondere auf das komplexe Thema Tierschutz zu, bei dem ein paar "beratende Tierschutzpromis", die es sich bei den Damen und Herren Politikern so richtig gutgehen lassen, erst recht nicht weiterhelfen, sondern die Angelegenheit für die Tiere eher noch drastisch verschlimmern, wie diese ganze Zirkusdiskussion nur allzu deutlich zeigt!
Politiker reagieren nur auf Vorbilder, sprich auf Menschen, die in Zusammenarbeit ein großes Projekt wie bspw. eine Wildtierauffangstation errichten, die dann vielleicht einmal vom Staat subventioniert wird, wenn die Politiker sehen, daß dieses System in der Praxis funktioniert. Im Moment funktioniert aber so gut wie nichts bzw. ist so gut wie überhaupt nichts vorhanden!
Das Geld ist da - aber anscheinend in falscher Leute Taschen!
Bauen Sie, liebe "Tierschutzpäpste" erst einmal eine Ersatzheimat für die Zirkustiere und vergessen Sie solange das Wildtierverbot!
Danach können wir gerne wieder darüber nachdenken, vielleicht dann sogar mit mehr Verständnis der Politiker, die vielleicht insgeheim das Chaos sehen, welches bei solch einem Verbot auf sie zukommt, sollte es sofort in Kraft treten!
Wie lese ich weiter im Text: "Haben Sie darüber nachgedacht, warum man z. B. in Österreich das Halten von Wildtieren in Zirkussen verboten hat?"
Ja wie wundervoll: Österreich hat es schon geschafft! Das ist auch nicht verwunderlich in einem Land, welches schnell einmal Hunderte von Safariparktieren verschwinden lässt und dessen Politiker nicht einmal davor zurückschrecken, sogenannte Kunstwerke aus Tierblut von einem gewissen Herrn Nitsch zu erwerben. Man könnte bei diesen "wegverbotenen" Tieren auch sagen "aus den Augen aus dem Sinn - oder eben aus dem Land - was kümmerts uns".
Wen interessiert es noch, wo die ganzen Tiere nach diesem Verbot geblieben sind? Es ist doch alles supergut, daß die Tiere endlich verschwunden sind!
Zudem ist es äußerst praktisch, die Zirkusleute mit ihren Tieren einfach im Stich zu lassen. Sie können dann sehen, wo sie mit ihnen bleiben - ganz ohne Hilfe und Unterbringung! Was das für die Tiere bedeutet, können Sie sich selber ausmalen.
Klarer Vorteil für die reichen Tierschutzorgs in diesem Fall: Das kostet die "großen" Tierschützer natürlich keinen müden Cent. Von dem gesparten Geld, man muß in dem Fall eh nichts mehr für diese Tiere tun, kann man es sich anderweitig gutgehen lassen und mal wieder "richtig Mensch sein", während sich andere den Buckel krummarbeiten!
Bei Interesse hier ein Schreiben zum Thema Zirkusverbot in Österreich von mir auf folgender Webseite:
Mit äußerst gemischten Gefühlen was die Zukunft der Zirkustiere angeht.
Helmut Rentsch
Falls es von Interesse sein sollte:
Es gibt noch eine kostengünstigere Alternative, auch wenn sie einige Jahre braucht, bis sie Wirkung zeigt: Ein absolutes Zuchtverbot für Zoos wie auch Zirkusse unter massiver Strafandrohung bei Verstoss.
Die Strafe könnte folgendermaßen aussehen:
*Eine Beschlagnahme der verbotenen Nachzucht,
*Überbringung der Tiere in eine Auffangstation, die zuvor von Tierschutzorgs errichtet wurde
*Bestrafung des Tierbesitzers, lebenslänglich für die Betreuung seiner nachgezüchteten Tiere aufkommen zu müssen.
So ließe sich wirkungsvoll der Hahn der endlosen Wildtierproduktion zuschrauben.
Vorteil dieser Lösung: Derartige Haltungsprobleme würden sich in ein paar Jahren von ganz allein erledigen, nämlich dann, wenn die Tiere eines natürlichen Todes gestorben sind. Außerdem wären die Zirkusleute in dem Moment angehalten, ihre verbliebenen Tiere wie rohe Eier zu behandeln, weil es in dem Fall keinen Nachschub mehr gäbe.
Danke Helmut, für dieses sehr gute und kritische Schreiben, ich stehe da voll dahinter!
Hier finden Sie weitere Infos:
Einige der Bilder wurden mir mit der freundlichen Unterstützung von:
auch hier einen besonderen Dank an Dirk Gießelmann! Leider hat er aber nicht auf meine Emails reagiert, deshalb nenne ich nur die Quelle, ein Link ist keine Pflicht!
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