Sehr geehrter Herr Dr. Soher Al-Halabi Vor wenigen Tagen ereichte mich eine Mail einer empörten tierlieben Frau, die mir mitteilte, daß in Vaake - Nähe Kassel klammheimlich ein neuer Schächt-Schlachthof für Schafe errichtet werden soll. Daraufhin wandte ich mich an die Ortsnahe Presse und diese recherchierte und berichtete. s. angehängter Text aus der entspr. Zeitung. Es war genau so, wie ich vermutet habe - der Metzger hat , wie viele Türk. Metzger im Umfeld, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes als allgemeingültigen Freibrief zum betäubungslosen Schlachten aufgefaßt u. es ist geplant, diese grauenhafte Tierquälerei dort zu praktizieren. Das Urteil des Gerichtes hat in Deutschland unglaubliche Wellen geschlagen und die Zuneigung zu unseren türkischen Mitbürgern in keiner Weise verstärkt. Hierzu ein Linkhinweis, der die Meinung der türk Regierung in Übersetzung wiedergibt: http://www.animalprotectiongroup.de/CMS/index.php?page=698 Wir sind entsetzt. Ich glaube nicht, daß man in der Türkei einer deutschen Minderheit so entgegen kommen würde, wie es hier mit den Türken geschieht. Ich habe nichts , aber auch gar nichts gegen die Menschen, deren Kindern ich jahrelang mit Nachhilfestunden half, deren Frauen ich während Schwangerschaft usw. betreute , die meinem Mann viele Jahre hervorragende Kollegen waren, das möchte ich klarstellen, aber ich habe etwas dagegen, daß sie deutsche Gesetzte, hier das Tierschutzgesetz im Verfassungsrang mit der Vorgabe religiöser Verpflichtung aushrhebelt wird. Hier handelt es sich nicht um eine religiöse Verpflichtung.sondern eine Fehlinterpretation einer Tradition. Der Islam ist keine grausame Religion und ich darf an ein Haddith erinnern, der offensichtlich bei Türken nicht ausreichend bekannt ist: Das unnötige Schlachten , Töten , Schlagen und grausame Behandeln von Tieren ist eine große Sünde. Wer gegenüber einem Tier Mitleid fühlt, dem wird auch Gott Mitleid schenken. Wahrlich kein Tier gibt es und keinen Vogel, der mit seinen Schwingen fliegt, die nicht Völker wie ihr wären. Alsdann werden auch sie zu ihrem Herrn versammelt. (Mohammed Abu I-Kasin; 570-632, Begründer des Islam Muß eine Ungläubige (Christin) den Türken den Islam erklären? Mehr als blamabel ist das! Sie merken, daß ich sehr sehr sauer bin und meine vielen Freunde und Landsleute auch. Ich bitte Sie höflichst, sich umgehend zu informieren und tatkräftig einzuschreiten. Gerne erwarte ich Ihre Stellungnahme und Ihren Bericht Mit freundlichem, aber auch erwartungsvollem und besorgtem Gruß verbleibe ich Karin Oehl Hier der Zeitungstext: Von Antje Thon Reinhardshagen. Die Widerstände sind leise, aber sie sind da. Sie richten sich gegen einen Schlachthof, der derzeit im Gewerbegebiet Vaake für eine halbe Million Euro gebaut wird. Der Reinhardshäger Hüsein Tütüncü errichtet den Betrieb gemeinsam mit seinen Brüdern. Mit 1000 Quadratmetern Fläche und wöchentlich etwa 60 zu schlachtenden Tieren wird es nach Tütüncüs Einschätzung bald der größte türkische Schlachthof im Landkreis Kassel sein. Die Grundmauern des Betriebs sind noch nicht hochgezogen und schon formiert sich Protest. Menschen aus Reinhardshagen wandten sich an die in der Nähe Kölns lebende und in ganz Deutschland aktive Tierschützerin Karin Oehl. Sie befürchten, dass in dem Schlachthof Schafe geschächtet werden. Und damit liegen sie richtig. Tütüncü bestätigte, dass der Tradition der Muslime folgend, an einem Tag im Jahr, dem islamischen Opferfest, Tiere ohne Betäubung getötet würden. Für ihn ein völlig normaler Brauch und seit dem Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts vom November auch legal. Karin Oehl sieht das anders; sie ist entsetzt über das Urteil. Beim Schächten handelt es sich in ihren Augen um "grausame Tierquälerei". Auch Reinhardshagens Hauptamtsleiter Werner Grohmann sagte, dass die Verwaltung von Tütüncüs Plänen "nicht gerade begeistert war". Doch rechtlich sei da nichts zu machen. Vorbehalte aus der Bevölkerung kann der 36-jährige Türke nicht nachvollziehen und pocht dabei auf die Religionsfreiheit. Der Sprecher des Landkreises Kassel, Harald Kühlborn, zeigte sich über die Schächtungsabsichten in Vaake überrascht. "Wenn dem so ist, muss er einen Antrag stellen", sagt Kühlborn. Die Prüfung des Antrags dauere bis zu vier Monate. Der Metzger müsse dabei einen Nachweis über die Notwendigkeit des Schächtens für eine religiöse Gemeinschaft erbringen. Zudem, so Kühlborn, müsse der Metzger selbst Angehöriger dieser Gemeinschaft sein und die ansonsten üblichen Sachkundenachweise für Schlachtungen vorweisen können. In den vergangenen Jahren habe es im Landkreis keine Anträge zum betäubungslosen Schlachten gegeben. Die 384 Schafe und zehn Rinder, die fürs jüngste islamische Opferfest zum Jahreswechsel getötet worden waren, seien zuvor betäubt gewesen. Tütüncü würde also Neuland betreten. Die Nachfrage jedenfalls scheint groß zu sein. Tütüncü, der zuvor im Nebenerwerb in Immenhausen eine kleinere Schlachterei betrieb, verkauft seine Tiere vornehmlich an Türken. Und die kaufen ihr Fleisch zumeist nur dort, wo es nicht in Kontakt kommt mit Schweinefleisch. Landwirte in einem Umkreis von 50 Kilometern beliefern Tütüncü mit Schafen, Ziegen und Rindern. Kommentar Diskutieren Sie das Thema unter www.hna.de/forum 02.02.2007 http://www.hna.de/hofgeismarstart/00_20070202190030_Metzger_will_schaechten.html