Hutbe vom 03.09.2004:


Hayvanlara Merhamet
Erbarmen mit den Tieren
Freitagsgebet in türkischen Moscheen:
Barmherzigkeit
und Gnade für die Tiere!
Das
hohe Amt für türkische religiöse Angelegenheiten hat
folgende "HUTBE" mit der Botschaft
"Barmherzigkeit/Gnade
für die Tiere" als Freitagsgebet in allen Moscheen
verkünden lassen und
diese auf eigener Internetseite
veröffentlicht. Dieser Aufruf an die gläubigen Moslems ist
ein
Meilenstein in Richtung Barmherzigkeit und Gnade für die
Tiere, da sie dadurch zum ersten Mal
öffentlich unter der
Obhut der islamischen Religion genommen worden
sind.
Prof.Dr.Bardakoglu ist der Vorsitzende des Hohenamtes
für religiöse Angelegenheiten mit dem Sitz
in
Ankara/Türkei.
Die Hutbe ist für internationale
Tierschutz-Zusammenarbeit
seitens Adile Pannicke, 2.Vorsitzende
APG e.V. übersetzt worden.
Quellenangabe:Hohesamt für
Religionsangelegenheiten Ankara
Sehr geehrte Muslimen,
der große ALLAH, hat kein Wesen dieser Welt, ohne einen Grund geschaffen. Alle Lebewesen sind Beweise seines Vorhandenseins.
Alle Lebewesen sind Juwelen dieser Welt, die ihn schmücken.
ALLAH hat verschieden geschaffene Lebewesen und Pflanzenwelt den Menschen zur Verfügung gestellt. Aber in dieser Hinsicht befiehlt er folgendes:
Alles was er in verschiedenen Farben und Formen geschaffen hat, hat
Er für Euch geschaffen, diese zu Euren Diensten gestellt. Für eine Gesellschaft
die folgt, ist hier ein Beispiel(1) In dem Sinne ist alles, was für die Menschen
geschaffen und zur seiner Verfügung gestellt wurde, ihm vom Allah anvertraut worden.
Was anvertraut wurde, muß mit Gnade behandelt werden.
Geehrte Gläubige,
das Gefühl des Mitleids/der Gnade, ist ein Gefühl, der den Menschen zum Menschen macht und ist ein Muß des islamischen Glaubens.
Im Koran wird darauf hingewiesen, dass Prophet Mohammed, ALLAH s Gesandter ist. Es wird weiterhin erwähnt, dass Menschen, die an ihn glauben, gegenüber Anderen auch sehr gnädig sein müssen(2).
Das Gefühl Mitleid/ Gnade, bezieht sich nicht nur auf Menschen, sondern muß auch alle Lebewesen um uns herum, wie ein Gürtel, umschlingen.
ALLAH hat den Menschen befohlen, für alle Wesen in dieser Welt Mitleids- und Gnadegefühl zu entwickeln. Er hat nie erlaubt , dass weder ein Mensch noch ein Tier gequält oder schlecht behandelt wird.
Tiere quälen oder sie schlecht zu behandeln, vereinbart sich auf keinen Fall mit dem Gnadenprinzip unserer Religion, welches in Islam vorausgesetzt ist.
Unser lieber Prophet erzählt uns, dass eine Frau ihre Katze eingesperrt hat und folgedessen die Katze vor Hunger starb. Er sagt über die Frau, dass sie sich vom Allah’s Gnade entfernt hat.
Er erzählte uns weiterhin über einen Menschen, der einem vor Durst sterbendem Hund, Wasser gegeben hat und somit den Hund vor demTod rettete.
Diesem Menschen sind seine Sünden vergeben worden.(3)
Auf die Frage, ob die gute Behandlung der Tiere zu einer guten Tat gezählt wird , sagt er; wo ein Leben/eine Seele getragen wird, ist Fundament für eine gute Tat.(4)
Prophet Muhammed hat verboten, Tiere zu schlagen, Tiere ungefüttert und ohne Wasser zu lassen, als Vergnügung zur Jagd zu gehen, Tierbabies zu vernichten, Tierkämpfe zu veranstalten, Tiere als Zielscheibe zu nehmen,
Tiere mehr zu belasten, als sie tragen können. Diesbezüglich hat er die Menschen, die seine Worte nicht befolgt haben, folgend gemaßregelt:
"Habt Angst vor ALLAH wegen dieser stummen Tiere" (5)
Geehrte Gläubige!
In Bezug auf "Mitleid und Gnade für alle Lebewesen" sagte unser lieber Prophet folgendes:
"ALLAH behandelt die Gnädigen mit Segen. Seid in dieser Welt gnädig, damit ihr im Himmel gesegnet werdet. (6)
Aus diesem Grund, müssen wir mit den Rechten der Tiere höflich umgehen.
Im guten Umgang mit Jedem Lebewesen, welches ein Leben/Seele trägt, liegt ein Fundament für eine gute Tat.
(Übersetzung: Adile Pannicke)
Adile Pannicke
Animal Protection Group
Arbeitsgruppe für Tierrechte e.V.