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Pelztiere

 

Pelztiere... Qualzucht und brutales Abschlachten für die feinen Damen!

 

Das Thema “Pelztiere” ist schon ein Thema, seit Tiere für die Pelzverarbeitung gezüchtet werden. Da die Zucht der Tiere jedoch vermehrt im Osten statt findet und auch da der Rubel rollen muss, werden meistens dort die Tiere unter katastrophalen Zuständen gehalten. Wenn das Fell des Tieres ausreichend gross ist, wird ihnen manchmal sogar das Fell bei lebendigen Leibe herunter gezogen.

Ich möchte hier aber einmal in verständlicher Weise auch ein paar Dinge aufführen, die oft unbeantwortet bleiben oder wo auch viel wegsehen oder aus Angst schweigen.

Es folgt ein Bericht von Anna Braun aus 97514 Oberaurach:


Pelztierfarmen – ein Thema, dass heute fast in Vergessenheit geraten ist. Warum? Weil nicht mehr viel darüber berichtet wird. Wahrscheinlich denken die Medien, dass wir das sowieso schon wissen bzw. uns das nicht interessiert. Ich möchte in diesem Bericht zeigen, dass nicht alleine der Tod dieser Tiere grauenhaft ist sondern auch Haltung und Zucht.

Woher kommen die Pelze? (Quelle: DPI):

15 % aus freier Wildbahn (Jagd, Falle)

85 % von Pelztierfarmen und Weidehaltung

Aufteilung der 85 % (Pelztierfarmen, Weidehaltung):

Zucht- und Farmhaltung ca. 47 %

Tiere: Nerz, Fuchs, Chinchilla, Iltis, Nutria, Finnraccoon, Zobel

Von: Skandinavien, Nordamerika, Holland, Russland, Polen, Baltikum

Weide- und Stallhaltung ca. 38 %

 

Tiere: Lamm, Zickel, Persianer, Kanin, Kalb

Aus aller Welt

Vor allem China ist ein wichtiger Pelzproduzent, dort gibt es nämlich keine Tierschutzgesetze!!!

Auch Fohlen, Hunde und Katzen müssen als Felllieferant herhalten.

China (Lt. Angaben des IFTF (International Fur Trade Federation))

  • • Größter Produzent von Pelzen
  • • 1 Mio. Nerze (11 % des Welthandels)
  • • zweitgrößter Produzent von Fuchspelzen (27 % des Welthandels)
  • • 2 Mio. Hunde- und Katzenpelze
  • • größter Verarbeiter von Pelzen
  • • größter Exporteur von Pelzkleidung
     

Man glaubt immer noch, dass Tiere, die auf Pelztierfarmen leben, nicht leiden. Egal ob Pelztierfarmen oder Fallenstellen – mit beiden sind grundverschiedene Grausamkeiten verbunden. Identisch ist aber: Sie haben alle beide nichts Humanes. Die Tiere auf den Farmen (meistens Nerze oder Füchse) leben ihr ganzes Leben unter entsetzlichen Bedingungen nur damit sie dann letztendlich auf schmerzhafte und primitive Art getötet werden.

Die Größenordnungen der „Zuchtstätten“ kennen keine Grenze: vom Familienbetrieb mit 50 Tieren bis hin zum Großbetrieb mit Tausenden von Tieren. Laut Studie werden Pelztiere dort auffallend einheitlich gezüchtet. Immer mit dem Hintergedanken, maximalen Profit zu erzielen, was aber zu Lasten des Wohlergehens der Tiere und auf Kosten ihres Lebens geht. Im nächsten Absatz sind Beispiele dazu aufgeführt.

Die Hälfte der in USA und Kanada hergestellten Pelzmäntel stammen von Tieren, die in Gefangenschaft leben. Sie werden auf den Farmen EXTRA für diese „Industrie“ gezüchtet und unter unmöglichen Bedingungen gehalten. Füchse zum Beispiel müssen in den meisten Fällen zu viert in einem Käfig leben, der 1m x 1m x 1m groß ist. Nerze müssen sogar mit weniger Platz auskommen. Der Boden der Käfige besteht nur aus Drahtgitter. Die Beengtheit bedeutet besonders für Nerze großen Stress, da sie von Natur aus Einzelgänger sind.

Als Folgen zeigen die Tiere Verletzungen an den Pfoten (Prellungen, Wundinfektionen, Knochenbrüche), selbstverstümmelndes Verhalten (Beißen in den eigenen Schwanz oder ins Fell) sowie stereotypes Verhalten (z. B. ungeduldiges Hin- und Herlaufen). Füchse werden sogar manchmal zu Kannibalen. Das fehlende Licht im Haltungsbereich hat nicht nur starken Einfluss auf die Aktivitätsbereitschaft, sondern u. a. auch auf die Fellentwicklung.

Deshalb versuchen die Pelztierzüchter – natürlich mit wenig Kosten – durch experimentell ermittelte Beleuchtungsprogramme die natürlichen Lichtverhältnisse zu ändern oder ganz zu ersetzen. Da aber die weitgehende Verdunkelung bei Füchsen einen rascheren Haarwechsel hervorruft, werden sie in dunklen Schuppen untergebracht damit die Pelzung ca. einen Monat früher stattfinden kann.

Nerze, die in Freiheit leben, sind stets an Wasser gebunden. Natürlich bräuchten sie es auch auf den Farmen. Deshalb haben sie sich selbst beholfen: sie betätigen mit den Pfoten den Trinkwassernippel der Wasserversorgungsanlage, um sich dann bei starker Hitze mit dem Wasserstrahl abzukühlen. Daraufhin haben aber die Züchter kleine Bügel vor die Trinknippel angebracht, damit die Tiere diese nicht mehr mit den Pfoten betätigen können. Das ist ja Wasserverschwendung und kostet unnötig Geld (man beachte die Ironie in diesem Satz…).

 

Mit dem Teil II geht es hier weiter:

 

Die Bilder wurden mir mit der freundlichen Unterstützung von:

 www.tierschutzbilder.de --> Deutsches Tierschutzbüro

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