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Nachdenkliches III

 

Nachdenkliches... Tierschutz und die Folgen für die Tiere und Engagierten!

Teil III

Hier der Teil III des Schreibens von Diana, es sagt sehr vieles aus, was mir auch oft auf der Zunge liegt.

Der Mensch frisst sich wie eine Krankheit in diesen Planeten, und eliminiert alle, die ihm dabei im Wege stehen. Tiere, wo sie nicht für unsere Zwecke genutzt werden, stören durch ihre blosse Anwesenheit oder ihren Anspruch auf Flächen und Ressourcen, die wir als die unsrigen betrachten.

So kann es nicht weiter gehen. Wer sich heute über die Aggression einiger Tierschutz- und Umweltschutzverbände und Individuen beklagt, der hat noch nicht begriffen, was für uns alle auf dem Spiel steht. Er vergisst vor allem wem er selber verdankt, dass er heute zumindest ein gewisses Mass an Freiheiten geniessen darf und nicht rechtloser Sklave und damit Eigentum eines Herrn ist, der ihn aus einer plötzlichen Laune heraus misshandeln oder töten lassen könnte.

Menschen wie die heutigen Tierrechtler ermöglichten uns Fortschritte wie die Abschaffung der Sklaverei, die Ächtung von Rassenhass und die Gleichberechtigung für Frauen.

Jede Errungenschaft dieser Art erforderte und erfordert immer noch Mut, Risikobereitschaft, entschiedenes Vorgehen gegen bestehende Missstände und das Brechen von zu dieser Zeit gültigen Gesetzen.

Nach dem Recht dieser Zeit waren Kritiker z. B. der Sklaverei KRIMINELLE, ihre Taten und eingesetzten Mittel Gegenstand von Strafverfahren.

Wer würde das heute noch so sehen, frage ich Sie ?

Es mag daran liegen dass wir bei der Wahl der Mittel in Hinblick auf Belange, die die Interessen und den Schutz unserer eigenen Art angehen, prinzipiell weniger zimperlich sind als bei der Verteidigung nichtmenschlichen Lebens.

Niemand würde die eingesetzte Waffengewalt bei der Befreiung der Juden aus den deutschen KZ´s heute verurteilen. Andersherum ist man sich jedoch einig, dass ein mit einem Brecheisen bestückter Tierbefreier mit der Absicht, einige wenige Legehennen aus hochgradig missbräuchlicher Haltung zu befreien, nicht zu tolerieren ist.

Doch folgendes: während Zehntausende von Juden sich durchaus gegen die Nazis erheben und damit diesen in der Geschichte einmaligen Massenmord an Menschen durch eigene Kraft hätten verhindern können, steht ein Tier, auch in der Masse, dem Menschen schlussendlich machtlos gegenüber.

 

Je hilfloser also das Opfer, desto gnadenloser seine Ausbeutung; desto gnadenloser auch die Verfolgung seiner potentiellen Befreier.

Ich stehe daher der hehren Tugend des "Pazifismus" äußerst kritisch gegenüber.

Denn viel Leid und Tod an Menschen und Tieren durch die Jahrtausende der Menschheitsgeschichte, geht nicht in erster Linie auf das Konto der Ausüber der Gewalt, sondern auf das stille friedvolle Verharren der Opfer einerseits - die sich willig zur Schlachtbank führen liessen, wie auf das stumme Nichtstun der zusehenden Masse andererseits zurück.

Eine Diktatur, gleich welcher Art (und auch wirtschaftliche Macht ist diktatorisch), wird dem Volke IMMER die Tugend des Friedens predigen  um um so unangefochtener herrschen zu können.

Wir sollten daraus lernen.

Vielleicht ist es ja ausgerechnet diese Aussicht ** Klimawandel laut UN-Bericht nicht mehr abzuwenden ** (AFP,02.03.2007)  die uns Allen die Möglichkeit zum Umdenken bisheriger Strategien und Werte verhelfen wird.

Im für unsere Art schlimmsten Falle wird eine durch die Folgen dieser Entwicklung nicht mehr zu bändigende Menschheit sich in ihrem Wahn ums schiere Überleben womöglich vollends selber vernichten und endlich Ruhe schaffen. Viele argumentieren schon jetzt, und zu Recht, dass es dann so kommt wie es kommen muss.

Bitte glauben Sie mir, ich freue mich an dieser Aussicht keineswegs. Der Mensch ist nur eine Lebensform von vielen, die es jedoch in ihrer relativ kurzen bisherigen Existenz fertig gebracht hat, eine ganze Welt in die Katastrophe zu reissen.

Wie ich bereits sagte: Wehe vor dem Tag, da die Natur sich entscheidet mit uns zu spielen.

Doch trotz dieses möglichen Szenarios bleibt auch immer noch die Hoffnung, dass uns das schier Unmögliche gelingt: die Erschaffung einer Gesellschaft, die ALLES Leben gleichermassen als wertvoll achtet, und mit der Natur in Frieden existiert.

Vielleicht muss die Menschheit erst in den Abgrund der eigenen Auslöschung blicken, bevor sie Vernunft annimmt.

 

Was wir unseren tierischen Mitlebewesen schulden, die mit und durch uns gänzlich unverschuldet an diesem Scheideweg stehen, sollte offensichtlich sein. Dazu werde ich mein möglichstes beitragen. Wie auch immer.

 

 

Mit freundlichen Grüssen,

Diana Hartig

Author: Diana Hartig

Ich danke Diana für dieses sehr gute und kritische Schreiben!

Das Schreiben (ohne die Bilder) wurde an folgende Empfänger per Email verschickt:

Nun schauen wir mal, bis heute (25.05.07) hat KEINER der Empfänger darauf reagiert. Das gibt mir doch auch schon wieder zu denken!

Hier ist dieses Schreiben auch als PDF verfügbar:

 

Die Bilder wurden mir mit der freundlichen Unterstützung von:

 Deutsches Tierschutzbüro - www.tierschutzbilder.de

zur Verfügung gestellt.

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