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Nachdenkliches II

 

Nachdenkliches... Tierschutz und die Folgen für die Tiere und Engagierten!

Teil II

Hier der Teil II des Schreibens von Diana, es sagt sehr vieles aus, was mir auch oft auf der Zunge liegt.

Die Ignoranz, die uns diese Phänomene im Mittelalter beschert hat, ist die gleiche, die heute für analoge Resultate sorgt. Wieder haben wir das absichtliche Schüren von Massenpanik von Seiten der Machthaber (damals gehörte auch die Kirche dazu) und deren Organe (Medien, etc.) und den Einsatz derselben nutz- wie rücksichtslosen Bekämpfungsmittel gegen die unschuldige und hilflose dritte Partei die Tiere.

Der Staat gibt dem nach Blut schreienden Mob die Opfer, nach dem er verlangt .. das Blut der Tiere ist immer noch billiger als der eigene Kopf, der auf dem Boden rollt.

 

Beispiel Vogelgrippe: Millionen Tiere werden regelmässig (vorsorglich) gekeult, obwohl erwiesen ist dass die Krankheit ein Resultat der Massentierhaltung ist, das einzig und allein der Gesetzgeber, die Bauernverbände und die Geflügellobby zu verantworten haben.

Jedoch, der anklagende Finger wird auf die Wildvögel gerichtet .. zu gross die gefürchteten Verluste an Macht und Geld, die mit der Wahrheit verbunden sind.

 

 

Die Lüge wird von durch die Lobby bezahlten "Wissenschaftlern" fabriziert, erhält durch die Ministerien den offiziellen Anstrich und wird über die Medien publikumswirksam unter die allzu leichtgläubigen Leute gebracht.

Und schon rollen die Köpfe der vermeintlichen gefiederten Gefahrenquelle einerseits, und der Rubel andererseits.

Jedwedes Tierschutzgesetz ist gegen dieses abgekartete und berechnende Spiel mit dem Leben dieser arglosen Geschöpfe machtlos. Und damit seiner Existenzberechtigung beraubt.

Denn ein TierSCHUTZgesetz wie dieses, das durch tausend Gründe jederzeit ausgehebelt werden kann, ist eine Farce und nicht das Papier wert auf dem es gedruckt ist.

Aktuellstes Beispiel: das jüngste Schächturteil des Bundesverwaltungsgerichtes. Im gesamten Bundesgebiet wetzen muslimische Metzger nun die Messer, in freudiger Erwartung folgender, gleichlautender Beschlüsse zur Genehmigung von Schächtschlachthöfen u.ä. von Schleswig-Holstein bis Bayern.

Die Politik und die sog. Justiz dieses Landes versteckt sich hinter Hinweisen auf Religionsfreiheit und bezichtigt Tierschützer/-rechtler des Ausländerhasses, sobald Kritik an dieser Entscheidung und der damit verbundenen Sanktionierung dieser Praxis in unserem Lande laut wird.

Das ist nicht nur billig, sondern auch schlicht weg falsch. Jeder Staatsanwalt müsste sich demnach in einem Prozess gegen einen Ausländer mit weit grösserer Berechtigung dieselbe Befangenheit vorwerfen lassen  und zwar ohne Rücksicht auf das zu verhandelnde Vergehen.

Oft frage ich mich ob von Menschen, die sich für die Umwelt und speziell für den Schutz und die Rechte von Tieren einsetzen, nicht schier unmenschliches verlangt wird  ein Grad der Duldung und Toleranz, an dem sogar Heilige schwer zu kauen hätten und der einem Menschenrechtler, oder überhaupt im Bereich der Tragik menschlichen Daseins  vom sexuellem Missbrauch von Kindern bis hin zu Völkermord -  nie (ab)verlangt würde.

Als Tierschützer/-rechtler wird man täglich Zeuge von Grausamkeiten und Morden an fühlenden Geschöpfen, die jeder Beschreibung spotten und am Menschen in dieser extremen Ausprägung und der riesigen Anzahl der Opfer  die Medien Tage-, wenn nicht Wochenlang beschäftigen würde: grosse Gefühle auf jeder Titelseite und in 24-Stunden-Berieselung auf allen Kanälen !

Jedoch, statt des durchaus berechtigten Entsetzens und Mitleides, den Rufen nach Gerechtigkeit, schallt die Aufforderung nach der unbedingten Notwendigkeit nüchterner Betrachtung und sachlicher Argumentation durch die Lande.

Und üblicherweise, ja schon reflexhaft: je höher das Blut an die Wände spritzt, je lauter die Schreie gequälter Kreaturen, um so unerbittlicher.

Einige große Tierschutzverbände, die ich hier nicht beim Namen nennen muss, spielen das Spiel mit zeigen sich gerne als willfährige Partner beim emotionslosen Diskurs um die Not der Kreatur.

Dabei könnte nichts verlogener sein. Und die Erfolge solcher "Zusammenarbeit" sind demnach auch vollkommen wertlos. Man macht sich zu Handlangern des Systems, das man bekämpft, und die Spielregeln legen schon von vorne herein fest wer gewinnen wird.

Wer dann die wenigen zugeworfenen Brotsamen als grossen Sieg für die Sache feiert, während der Kuchen in anderen Mägen verschwindet, der ist in seiner Dummheit und Verblendung gefährlicher als der massenhafte Tiermörder, der zumindest aus seiner Motivation und seinen Taten keinen Hehl macht.

Wer heute ernsthaft für das Wohl der Tiere eintreten will, muss mit allen Wassern gewaschen sein.

Naivität und Vertrauen in die Einsicht der Mächtigen oder die Moral der Masse sind genauso fehl am Platze wie das wohlmeinende, aber schlussendliche fehlgeleitete Gottvertrauen auf die Tugenden der Petitions- und Protestbriefschreiberei.

Für die meisten ein Mittel, das wenig bis keinen persönlichen Einsatz erfordert und doch das gute Gefühl vermittelt wenigstens etwas getan zu haben  sozusagen zur Gewissensberuhigung, bevor man sich wieder dem Fernsehprogramm am Abend zuwendet. Auch das ein Zeichen unserer Zeit.

Ebenso wie die in den USA erfundene Mode alles, was nicht ins Raster passt und sich gegen staatliche Willkür und die unseligen Hinterlassenschaften der heiligen Kuh Wirtschaft auflehnt, als "terroristisch motiviert" zu bezeichnen. Billiger geht es wohl wirklich nicht.

Ich gehe hier sehr bewusst auf dieses Thema ein, das vielen in den Tierrechts- und Umweltschutzbewegungen die das Thema lieber totschweigen als öffentlich diskutieren den Angstschweiss auf die Stirn treibt.

Denn seit dem 11. September erlebt vielerorten die "Hexenjagd" eine Renaissance, die noch vor wenigen Jahren, da die Menschheit den Anbruch des dritten Jahrtausends feierte, niemand für möglich gehalten hätte.

Wieder wird die Angst des Volkes mit voller Absicht durch Staat und Medien geschürt der Auslöser war ja vorgegeben und dazu benutzt, Randgruppen zu kriminalisieren.

Doch Freiheitskämpfer (wie im Bereich Tierrecht/Umwelt heute z B. die ALF und ELF), Humanisten und Visionäre und Vorreiter einer gerechteren Welt werden zu ihrer Zeit selten geliebt  auch wenn sich hinterher jedermann über die Resultate freut !!

Wie viele solche Menschen wurden in der Vergangenheit ob ihrer Andersartigkeit bekämpft, gehasst und verfolgt, angeklagt, gestraft und oftmals getötet ?

Giordano Bruno, William Wallace, Sitting Bull, Mahatma Gandhi, Martin Luther King, ..

Allein den Christen sollte die zentrale Figur ihres Glaubens als bestes Beispiel immer vor Augen stehen. Der Vorfall mit den Geldwechslern im Tempel hätte dem Gründer einer der größten Religionen der Menschheit heutzutage zweifellos eine empfindliche Haftstrafe eingebracht  die Liebe zum Mammon ist in modernen Zeiten ja mehr zur Religion geworden als die Liebe zu Gott.

Wobei sich auch mit Gott gute Geschäfte machen lassen...

Und das Thema der Gewalt für die Sache ?

Ja, die Gewalt auch das ein Begriff, der dehnbar geworden ist. Was ist alles Gewalt heutzutage bzw. was ist es nicht ?

Ich denke die Definition und die Akzeptanz oder Ablehnung derselben hängt sehr stark von der ausübenden Partei ab.

Staatl. Gewalt, in welcher Form auch immer, wird gemeinhin von Gesetzen vorgeschrieben und sanktioniert. Die Frage nach der Rechtmässigkeit der damit verbundenen Massnahmen stellt sich dem Bürger in der Regel nicht. Bei dieser Form der Gewalt erübrigt sich die konkrete Definition.

Wer sind also in den folgenden Beispielen die "Gewalttäter" ?

Die 4 Tierrechtler in einem aktuellen Fall in Spanien, die sich an die Tore eines Schlachthofes ketteten ?

Hier wurde eine Klage wegen Gewaltanwendung (passive Behinderung der Anlieferung von Schlachttieren) ausgesprochen - während nur wenige Meter weiter fühlenden Lebewesen oft bei vollem Bewusstsein mit Messer und Säge brutalst der Garaus gemacht wird täglich millionenfach.

 

Der Jäger, der hierzulande fröhlich ballernd durch die Landschaft springt und sich dabei jederzeit auf sein staatl. verbrieftes Recht zu morden beziehen kann auch wenn er dabei einem ihm im Wege stehenden Tierschützer den Schädel einschlagen muss ?

 

Ein Gewalttäter ? Nein.

Zu fürchten hat hier nur Tierschützer etwas: als Anwender von "Gewalt" (Behinderung des Jagdbetriebes durch Anwesenheit im Jagdgebiet und Störung des Wildes) gegen die Interessen des Jägers  der natürlich nicht belangbar ist .weder in seinem Tun als Schlächter der heimischen Fauna noch in seinem Angriff des Aktivisten.

Und selbstverständlich gilt auch die Befreiung von Nutztieren, wie Hühnern oder Nerzen, aus Fabrikfarmen ebenfalls als strafbare Gewaltanwendung (Einbruch in Gebäude und damit verbundene mögliche Sachbeschädigung) durch die Tierschützer, während die sehr viel schwerwiegendere tatsächliche lebenslange körperlich/psychische Gewalt gegen diese Tiere  ausgeübt durch die Betriebsinhaber, und sanktioniert durch Staat und Wirtschaft  unbeanstandet bleibt.

In all diesen Fällen wird wahrhaftig der Bock zum Gärtner gemacht. Aber man merkt: hier sollen etablierte Strukturen mit aller Macht geschützt werden. Wo sich keine andere Schuld findet, wird eben mal schnell dem Huhn das (militant motivierte) Eier legen als kriminelle Handlung unterstellt das Erschiessungskommando freut sich über jeden Kunden. Auch die müssen schliesslich von was leben - ebenso wie die Hersteller von Massenvergasungsanlagen für Geflügel (für die der Vogelgrippewahn ganzjährigem Weihnachten gleichkommt).

Dies alles ist eine Farce - lächerlich, wenn da nicht die Abermilliarden fühlender Lebewesen wie wir wären, die diese Rechnung täglich mit unsäglicher Qual und Mord bezahlen müssen.

Der Mensch nutzt bereits seit Tausenden von Jahren Tiere für seine Zwecke, doch die Blüten, die der Missbrauch zu Beginn des 21igsten Jahrhunderts christlicher Zeitrechnung treibt, sind in der Tat der bisherige Höhepunkt der Entwicklung.

Schon vor über Zweittausend Jahren erhoben Denker wie Pythagoras den warnenden Finger ob des abgleitenden menschlichen Verhältnisses zum Tier. Ähnliche Stimmen (Da Vinci, Schopenhauer, Bentham, Tolstoi, etc.) erhoben sich immer wieder, ohne dass sich jedoch etwas wesentliches geändert hätte.

 

Was wir derzeit an sturer Beharrung von Seiten der Japaner und Kanadier sehen, die sich angesichts internationaler Kritik an jährlich immer heftiger werdenden Massakern an Walen, Delphinen und Robben ergehen, spiegelt sich auch im Gesamten wieder.

 

Je lauter die Stimmen der Mässigung und Einsicht an die Ohren der Macht (polit./wirtschaftl.) dringen, um so mass- und rücksichtsloser die Zerstörung, deren wir täglich Zeuge werden. Impotente Zeugen sind wir, die sich entweder um das, was passiert, nicht scheren, oder denen die Angst vor Ausgrenzung und Bestrafung im Nacken hockt. Wie lange können wir uns diesen Luxus noch leisten ?

Oder stellt sich nicht eher die Frage: wie lange können die Tiere sich diesen, unseren Luxus noch leisten ?

Denn es sind nicht wir, die sich auf den Käfigböden von Versuchslaboren verrückt vor Schmerzen winden, oder denen bei lebendigem Leibe schreiend die Haut vom Leibe gerissen wird.

An Sie, meine Damen und Herren, appelliere ich, mehr zu tun als ein Tierschutzgesetz zu erlassen, an das sich niemand meint, halten zu müssen.

Die Tierwelt ist nicht unser Eigentum. Unsere Interessen sind für sie nicht von Belang, und wir haben kein Recht nach unserem Gutdünken über ihr Leben und Sterben zu bestimmen.

 

Hier geht es zur Seite 3 des Schreibens:

Die Bilder wurden mir mit der freundlichen Unterstützung von:

 Deutsches Tierschutzbüro - www.tierschutzbilder.de

sowie von Peta zur Verfügung gestellt.

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