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Fragwürdiges!?!

 

Alljährlich geht eine Einladung an die Tierschützer und Tierfreunde rum, dessen Veranstaltung mittlerweile sehr fragwürdig ist.

Wie jedes Jahr um diese Zeit, wird eine Einladung unserer Politiker an die Tierschützer und Tierfreunde verschickt, doch diesmal hat ein bekannter Tierschützer einfach einmal sehr treffend darauf geantwortet, hier das Antwortschreiben von Helmut Rentsch, dass ich veröffentlichen darf:

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Sehr geehrte Damen und Herren,

Es ist fürchterlich lieb von Ihnen, daß Sie mir solch eine Einladung zukommen lassen - die mir aber leider gar nichts bringt, wenn es lediglich darum geht, daß ich mir von anderen Leuten erzählen lassen soll, was Tierschutz für eine Bedeutung hat, bzw. wie er angeblich funktioniert, ich davon "an der Front" aber absolut nichts merke - mit dem bekannten 0-Ergebnis, daß sich nach derartigen Sitzungen wiederum nichts ändern wird, so wie wir aktiven Tierschützer es bereits seit Jahren gewohnt sind!

Warum das so ist?!

Als ich eben in Ihrer Mail las, man könne sich online zu Ihrem Kongress anmelden, dachte ich zuerst freudig, daß man selbst etwas über die Tierschutzproblematik zum besten hätte geben können. PUSTEKUCHEN! Nichts dergleichen. Wieder einmal der alte Trott - bloß nichts verändern. Bei der altbekannten "Tierschutz-Soap" könnte ja etwas in die Hose gehen.

Spätestens beim klicken des Links
 
http://www.gruene-bundestag.de/cms/service/dok/192/192298.htm stellte ich sehr schnell fest, daß bereits wieder ein festes Programm vorinstalliert ist, bei dem man bestenfalls zuhören, aber nicht wirklich eigene Tierschutzbelange zum besten geben kann.

Was also bitteschön soll sich am Tierschutz ändern, wenn immer die gleichen, teils ewig gestrigen das Sprachrecht haben, sich zudem noch ahnungslose Politiker in den Vordergrund drängeln, Insider wie ich, der sich seit etlichen Jahren ausschließlich Spezialgebieten des Tierschutzes widmet, aber gar nicht erst zu Worte kommen?

So dürften wieder nur die "altbekannten" Themen herzlos durchgepaukt werden, ohne daß die Politiker nur ansatzweise von den Dingen erfahren, die Tierschützer aus ganz anderen Pespektiven vorzubringen hätten, Spezialgebiete in denen es den Begriff Tierschutz überhaupt nicht gibt bzw. nie gab - sehr wohl aber leidtragende Tiere, um die sich - Dank Unkenntnis - niemand schert, schon gar nicht die unwissende Politik, die, so könnte man meinen, überhaupt kein Interesse an derartigen Informationen hat!

Erklären Sie mir und meinen Lesern doch bitte einmal, was das ganze soll? Wie viele Kongresse dieser Art hat es schon gegeben und wie viel hat sich danach für die Tiere zum positiven geändert? Eventuell so gut wie gar nichts, weil immer die gleichen Leute große Reden schwingen und es ihr Hauptziel zu sein scheint, sich mit ihrem Halbwissen in Szene setzen, oder gar die Zuhörer verkaspern zu können?
Darf ich Sie in diesem Zusammenhang gleich daran erinnern, wie glorreich es war, den Tierschutz in das Grundgesetz aufzunehmen, um danach auch gleich noch das Schächten mehr oder weniger zu legalisieren?! Passt ja unheimlich gut zusammen, finden Sie nicht auch? Ebenso daß Zoos mittlerweile den wichtigen "Bildungsauftrag" erfüllen, Leuten zu zeigen, wie man überflüssig gewordene Zootiere am besten verschwinden oder gar zu Potenzmitteln verarbeiten lässt! Prima! Sie haben es im Tierschutz wirklich weit gebracht, ganz nach dem Motto, wer früher stirbt ist länger tot!

Wie schreiben Sie auf oben genannter Webseite, Zitat: "Mit der Verankerung des Staatsziels Tierschutz im Grundgesetz im Jahre 2002 gewann der Tierschutz in Deutschland einen neuen Stellenwert. Ein großer Erfolg für engagierte TierschützerInnen und bündnisgrüne Tierschutzpolitik."

Aber sicher doch. Ein großer Erfolg, insbesondere für die Tierschutzpolitik - Leider nur nicht für die Tiere, denen es nämlich seit dieser Verankerung nicht selten schlechter ergeht, als zuvor!

Sagen Sie mal, war es nicht die gute Frau Bundesverbraucherministerin Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen), die meinte, daß das Schächturteil ein Erfolg für den Tierschutz sei? Die muß es ja wissen, nicht wahr?

Um zum Thema zurückzukehren:

warum verhindern Sie von vornherein, daß neues Blut in Ihre Reihen hineinkommt und fragen nicht vorher in Ihrem Newsletter einmal an, ob da vielleicht noch jemand gewesen wäre, der eventuell etwas völlig neues zum komplexen Thema Tierschutz hätte beisteuern können?

Vielleicht, weil die "Alteingesessenen" sich so etwas nur sehr ungern gefallen und sich vor allem nicht die Show stehen lassen wollen, weil sie zudem vielleicht ahnen, daß sie von ihrem hohen Thron ganz gewaltig auf die S... Nase fliegen könnten?

Und Themen, zu dem übrigens auch schlimmste Behördenschickanen gegenüber Tierschützern zählen, die, anstatt von der Poltik gefördert, kostenpflichtig unterjocht werden, dürften für Sie ebenfalls irrelevant sein, weil sie ja nur denjenigen zuhören, bei denen eh bereits alles wie geschmiert läuft, oder irre ich?

Haben Sie Angst vor wirklichen Veränderungen im Tierschutz? Vor "neuen Leuten", die noch mit Herz und Seele konsequenten Tierschutz betreiben, ohne eventuell klammheimlich nach ihrer Geldbörse zu schielen oder sich noch ein wenig mehr synthetisierten "Tierschutzruhm" erhoffen?

Haben Sie eventuell Angst davor, mit völlig neuen Tierschutzproblemen konfrontiert zu werden, die Ihnen bis dahin völlig unbekannt waren und mit Sicherheit auch bleiben werden?

Vielleicht auch die Angst vor einem bösen Erwachen, daß alles, was Sie bisher im Tierschutz geleistet haben, nur einem großen Scherbenhaufen ähnelt?

So ist es für mich auch nicht weiter verwunderlich, daß sich in punkto Tierschutz so gut wie nichts regt.

Wie sollte es auch, wenn ewig gestrige Tierschutzpromis, denken wir nur an Herrn Tierschutzonkel Apel, (einstmals bester Freund von Herrn "Immobilienkönig" Poggendorf, HTV, in dem man angeblich auch nochTiere schlägt und tritt, siehe:

 http://www.leinenlos.org/index.php/leinenlos/2007_poggendorfgate/
poggendorf_und_tiere/30_07_2007_hunde_geschlagen_und_getreten
) der zu allem Überfluss auch noch ein Pöstchen in der Fleischindustrie inne zu haben scheint, siehe http://www.neuland-fleisch.de/aktuell/2004/pm041005_b.php TOLL! ...und diese Promis permanent die gleiche Laier herunterdudeln dürften, während akute Probleme, wie sie bspw. in Zoo- und Zirkustierschutz auftreten, überhaupt nicht, oder nur halbherzig ja geradezu laienhaft wie einseitig (und damit tödlich für die Tiere) behandelt werden, zumal ich in Ihrer Themenpalette oben genannter Webseite fast keine relevanten Themen, dafür aber eine Menge Oberflächlichkeiten finden kann?

Wo wird hier nur eine Sache wirklich auf den Punkt gebracht?

Anstelle, daß ein gewisser Herr Andreas Weber aus seinem neuesten Buch "Alles fühlt" von 10:40 - 11:15 Uhr vorliesst und damit wertvolle Zeit von 35 Minuten verplempert und ganz nebenbei auch noch eine prima Werbeplattform für sein Werk in Ihrem Gruseltierschutzkongress geboten bekommt, anstatt daß wirklich brennende, akute Tierschutzthemen behandelt werden - hätte ich Ihnen in dieser Zeit schonungslos tiefe Abgründe im Tierschutz vorzeigen können, Bereiche, in denen Tierschutz ein Fremdwort ist - und das sogar gratis - ganz ohne Selbstbeweihräucherung!

Aber wie sagte bereits Nina Hagen: Es ist doch alles so schön bunt hier.

Und so wollen Sie einen Impuls setzen, über den Tierschutz in Deutschland, Europa und weltweit zu diskutieren? Das glauben Sie doch wohl selber nicht?!

Mal im Ernst: Wozu sich mit wirklich schlimmen, akuten, unbekannten Themen beschäftigen, wenn man die Zeit auch anders totschlagen und wenigstens der breiten, unbedarften Wählermasse das trügerische Gefühl übermitteln kann, die Grünen hätten etwas für die Tiere getan!?

Das dumme ist nur, sehr geehrte Damen und Herren, daß derartige Fassaden nicht auf Dauer halten, zumal Sie schon in viel zu viele Fettnäpfchen getreten sind, daß man Ihnen wirklichen Tierschutz bzw. das Interesse daran, noch abnehmen könnte.

Sollten Sie beleidigt sein, daß ich alles als Fassade sehe, können Sie mir gerne schreiben - aber bitte nicht die uns nur allzu bekannten un - individuellen Arbeitsspar - Standartmails, die auf 1000 Leute passen.

Man sagt zwar, alles kann sich einmal ändern. Wenn ich mir allerdings Ihre jüngere Vergangenheit und jetzt Ihre alteingesessene Tierschutzwerbeshow bzw. das Programm verinerliche, welches mir sehr deutlich zeigt, daß Sie dem "neuen, unbekanntem" eher abgeneigt zu sein scheinen und dafür lieber alte Kamellen aufwärmen - kann ich auf eine Anmeldung zu Ihrem "Sandkistentierschutzkongress" für gutverdienende "Möchtegerntierschützer" und Showpolitiker auch gerne verzichten. Ich gebe nämlich nur dann Geld aus, und wären es nur 10 Euro, wenn ich aktiv etwas für den Tierschutz leisten, wie bspw. meine (unsere) Tierschutzproblematik (die ich aus der Praxis kenne) einem breiten, wirklich tierschutzinteressiertem Publikum, vortragen kann!

Dazu fällt mir gerade noch eine Frage ein: Muß ein Herr Apel, eine Frau Künast, Undine Kurth, ein Herr Weber, eine Marlene Wartenberg (Viele von denen dürften bei weitem ausreichend Geld besitzen) und wie sie alle heissen, eigentlich auch Eintritt zahlen? Oder sollte es mal wieder das gemeine Volk sein, welches durch seine Eintrittspreise diese Show mitfinanziert?

Beim G8-Gipfel wurde doch auch nicht gerade mit Geld gegeizt? ---> Im Tierschutz umso mehr - aber wen interessiert das wirklich? Es hat ja nicht einmal jemanden interessiert, daß Tierschützer sehr gerne den G8-Gipfel-Zaun für ihre Einrichtungen verwendet hätten, der aber stattdessen kostenpflichtig vernichtet wurde!

Wissen Sie, liebe Tierschutzfreunde, "Grüne Frösche" kann man zwar permanent abknutschen - was allerdings nichts an der Tatsache ändert, daß diese quakenden, sich gerne aufblasenden Tierchen (nicht zuletzt, um Größe zu demonstrieren) nie Tierschutzprinzen, sondern immer grüne Fösche bleiben werden, die bei Versammlungen am Teich zwar kräftig lärmen, außer heisser Luft und toten Fliegen aber nicht gerade viel bewegen!

Mit freundlichen Grüßen
Helmut Rentsch
U.a. Mitglied der Tierversuchsgegner Pulheim e.V.
MENSCHEN FÜR TIERRECHTE
und Begründer der Gruppe Tigerschutz (Vereine die sich gegenseitig helfen, weil ihnen und den Tieren sonst niemand hilft, geschweige denn die Politik!)

Hier die gesagte Einladung:

Info@gruene-bundestag.de schrieb:

 Sehr geehrte Damen und Herren, wir laden Sie herzlich ein zum Kongress "Tierschutz neu denken! Gemeinsam engagiert handeln" der Bundestagsfraktion am 05. Oktober 2007 in Berlin. Die näheren Angaben über Programm, Zeit, Ort, ReferentInnen und Anmeldeformalitäten finden Sie hier: http://www.gruene-bundestag.de/cms/service/dok/192/192298.htm Eine namentliche Anmeldung bis zum 26.09.07 isterforderlich. Online-Anmeldung unter: http://www.gruene-bundestag.de/cms/termine/dok/193/193115.htm Mit besten Grüßen InfoService der BundestagsfraktionBündnis 90/Die Grünen

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Danke an Helmut Rentsch für diese mehr als treffende Antwort, er hat in diesem Schreiben einfach einmal das erwähnt, was vielen echten Tierschützern schon lange auf der Zunge liegt.

Seit in unserem Gesetzen die grösste Lachnummer (Tierschutzgesetz) aller Zeiten eingebracht wurde, hat sich vieles für die Tier eher verschlechtert! Es ist einfach eine schöne Übergardine, um den wahren Einblick in dem, was wirklich mit den Tieren passiert, zu verschleiern.

Ich stimme dem Schreiben voll überein.

 

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